Coober Pedy ; der Flug war super allerdings einen tag zu spaet. der Flughafen in Coober Pedy ist ein oedes Stueck Land mit ner kleinen Empfangshuette und ner Tankstelle. Opal Inn hotel naja... Die erste Tour die ich an diesem tag mache the Breakaways ist grandios. ein 63-jaehriger Fahrer jimmy (Dimitrius Nikopoludis), Grieche seit 1963 hier, eigentlich ziemlich intelligent, aber arm geblieben, weil nicht genuegend Opale gefunden... so kann es kommen. Als erstes geht es in die naehere Umgebung, viele behausungen sind hier direkt in die Berge hineingearbeitet. aeltere sind noch mit dynamit, neuere mit grossen Fraesen heingearbeitet worden. der erste Stop ist dann bei einer orthodoxen Kirche, die ein paar Jugoslawen gebaut in die Erde gefraest haben. Noch ein bissel was ueber die Stadt selber: es gibt einen italienischen club, einen griechischen club, einen australischen Club...naja und so weiter insgesamt 44 Nationen bei 4000 Einwohnern. Dann geht es erstmal ins Opalmuseum mit unterirdischer wohnung und Mine, hier kann man tatsaechlich ein paar Opalstraenge funkeln sehen. Haufiger ist im sandstein gipsy zu erkennen. Die wohnungen selber haben in jedem zimmer ein Ent/Belueftungsschacht, die dann irgendwo an der Oberflaeche der Berge herausragen ( sieht irgendwie urig aus ). Aber trotzdem sind die wohnungen ganz niedlich ausgestattet, aber auf garkeinen Fall darf man gerade waende erwarten. Dafuer hat man aber das ganze Jahr ueber 23,5 grad celsius, besonders heute sehr schon weil es draussen 38 Grad warm ist. In dem Mueseum gibt es natuerlich alle Arten von Opalen, weisse blaue schwarze in allen Farben funkelnd. Aber am schoensten finde ich die opalisierten fossilien, Opale in Muschelform ( Nicht nach dme preis fragen!!! ) Nun aber ganz langsam in zu den breakaways. also raus aus der Stadt, aber erstmal an der pferde- und kamelrennbahn vorbei, dann am coober Pedy racetrack ( ist wohl ein racetrack fuer Tuoristenbusfahrer ). Dann ein kurzer halt am Nikopoloudis Drive, unser fahrer ist naemlich in vielen freiwilligen organisationen von coober pedy taetig ( Jahrelang rettungssanitaeter, Praesident des hiesigen Bowlingclubs und vom schuetzenclub, an der orthodoxen kirche hat er mitgearbeitet, zur zeit ist er vertreter der flying doctors in coober Pedy und aktives Mitglied des oertlichen golfclubs. Nebenbei sagt er uns, dass die Jahresgebuehr 100 A$ fuer fremde betraegt. wo wir gerade beim golfplatz sind, natuerlich ist auch der nicht ganz normal. Wichtigste regel: man darf auf garkeinen Fall etwas Gruenes betreten ( Naturschutz), die putting greens sind aus "oeleingefaerbtem Sand" und die baelle sind leuchtend rot. (klar schliesslich sind wir ja in einer Kieselstein-wueste). So nun aber zu den Breakaways, ach nein vorher noch schnell durch die "Minenfelder", soll heissen durch die Felder in denen irgendeiner nach Opalen sucht/gesucht hat. Bildlich gesprochen durch ein riesiges Gebiet in dem unzaehlige huegel und loecher zu finden sind. betreten darf amn dieses Gelaende nicht, jedenfalls nicht ohne "Permit" (kriegt man fuer 60A$ beim government). aber Aussteigen ist wirklich nicht ratsam, denn die loecher sind kaum zu erkennen. Wenn man Glueck hat sind sie nur nen meter tief, hat man pech, dann gehts halt mal (genau einmal) 30m in die Tiefe. ob jemand bezueglich Opalen glueck gehabt hat, erkennt man relativ schnell, naemlich an der hoehe der Abraum-Berge. Die zwei Stellen die uns unser fahrer zeigt und sein eigen nennt sind eher klein.... Natuerlich kann er auch einige Geschichten von umgekommenen freunden berichten: Da sind nicht nur diese Loecher, in welche die besitzer selbst gefallen sind, sondern auch durch einstuerze selbst versucht ( Dynamit ) oder zufaellig verschuettet. aber nun zu den Breakaways, nach ca. 20 min sind wir bis an den rand eines heute nicht mehr vorhandenen Ozeans herangefahren (Ja Ozean, nicht See). Das gelaende ist riiiieeesig, es gibt ein paar berge, welche frueher mal inseln gewesen sind. Durch die unterschiedlichen Gesteinsarten, die hier zu finden sind und durch die unterschiedlichen zustaende der austrockunung, gibt es hier eine sehr grosse vielfalt an "Erdfarben". Wir haben heute besonderes Glueck, es gibt Wolken, ja die guten, die sich als einzelne wolken am blauen Himmel praesentieren. Soll heissen, Licht und Schatten bringen eine weitere unendliche Palette der farben hervor. Ueber die Daemmerung kaeme noch einmal weitere farbspiel zum Vorschein.
Leider kann man in dieses Gelaende nicht einfach so ( ohne Permit) hineinfahren, denn dieser Platz ist anerkanntes Weltkulturerbe. grund sind die fossilien, mann schaetzt, dass die fossilien, die hier an manchen stellen haufenweise rumliegen ca. 70 Millionen Jahre alt sind. Und natuerlich darf man hier nicht aussteigen.... Schade. Diese Landschaft ist wohl eines der abwechslungsreichesten mineralien-felder, das ich je gesehen habe. ein besonderes Bild geben dann auch die beiden Salz- und Pfefferberge ab, einer weiss, einer rotbraun, besonders schoen ist der frabwechsel, wenn die Wolken ihren schatten ueber den ganzen Berg werfen. Bei den Aboriginals stellen diese beiden Berge zwei hunde dar, die durch einen 3. Berg, den Wati, gehuetet werden.
Etwas weiteres interessantes ist, dass dieses so schoene Gelaende bereits fuer viele grosse Spielfilme als kulisse gedient hat. der bekannteste Film ist wohl mad Max, aber es gibt noch mindestens 10 weitere Filme. Einer davon heisst "Opal dream" und mann glaubt es kaum, unser fahrer hat dem filmteam sein Haus zum Drehen der story zur Verfuegung gestellt. Und nachdem wir ein wenig am "Dingo fence" entlang gefahren sind, befinden wir uns nach kanpp 5,5 stunden vor der huette von Jimmy und fast am ende der tour und kann folgendes festhalten. auf der einen Seite ist dieser mann nicht wirklich reich, auf der anderen Seite hat er sein Leben an einem der schoensten und spannendsten ( das werde ich wohl nochmal revidieren) Orte dieser welt verbracht!!!
Und da waere noch soviel mehr zu berichten (kaengeruh-hoehlen, Beulen im zaun von kaengeruhs und kamelen, zwei friedhoefe, ein Grab mit Bierfass...)